Schrotegang mit Mühlsteinen

Dort wird das Getreide durch einen Trichter und den sogenannten Rüttelschuh gleichmäßig in das Steinauge, das Loch in der Mitte des oberen Steines, abgeschüttet. Der Mahl- bzw. Schrotvorgang ergibt sich durch die sägezahnartige Riffelung der gegeneinander gerichteten Kreisflächen des oberen Läufersteines und des unteren Steines unter Ausnutzung des Druckes des Läufersteines.

Ruettelschuh des Schroteganges

Einschuettgosse für das angelieferte Getreide

Ausgebauter oberer und unterer Mühlstein.

Der Schrot wird dabei systematisch an die Peripherie der Steine gedrückt und gelangt in die Lücke zwischen Mahlstein und Bütte, dem die Steine umgebenden Holzgehäuse. Von dort wird es durch die Austrittsöffnung über Elevatoren zur Absackvorrichtung transportiert.Zwischen den Schrotegängen hängt der Steinkran. Dieser ist ein galgenförmiges, drehbares Holzgestell und dient zum Auswechseln der Steine.

Obere Verteilung des Elevators

Wendewelle des Elevatores

Der Antrieb der einzelnen Aggregate der Windmühle befindet sich im Mühlenkeller. Von da aus werden auch die Maschinen des Schrotebodens über eine 23 m lange Welle angetrieben. Beide Schrotegänge sind über Kegelradgetriebe mit dieser Welle verbunden. Zwei Quetschstühle, eine Schrotemaschine, die Schlagkreuzmühle, und der Schleifstein werden mittels Flachriemen angetrieben.

Hauptantriebswelle

Blick in den Schrotemühlenkeller

Steinkran zum Auswechseln der Mühlsteine

Schlagkreuzmühle

Die staubigste Arbeit bei der Müllerei war das Quetschen, dabei wurde der Lunge des Müllers ziemlich zugesetzt.Gequetscht wurde hauptsächlich Hafer für die Pferde, aber auch Weizen. Arbeiten ließen hier die Einzelbauern und nach Gründung der LPG's hauptsächlich die Landwirtschaftlichen Genossenschaften der umliegenden Dörfer. Diese wiederum betrieben zum Teil selbst Schrotemühlen, so daß die Nachfrage mit der Zeit geringer wurde.

Quetschstuhl in der Schrotemühle

Ilus

Kegelradgetriebe

Elektoantriebsmotor im Schrotemühlenkeller

Der Müllermeister hat bis zum 69. Lebensjahr in der Mühle gearbeitet und konnte nun in den wohlverdienten Ruhestand gehen.

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Vom Getreide zum Futtermittel

Durch den Zerfall der DDR kam der Mühlenbetrieb vollends zum Erliegen.Das Halten von Tieren als Nebenerwerb brachte keinen Nutzen mehr und die Genossenschaften bezogen die Produkte aus Großbetrieben.

Nach dem ersten Weltkrieg wurde die Futterschroterei aus der Windmühle herausgenommen. Neben der Mühle entstand ein neues Seitengebäude, gegliedert in Arbeitsbereich und Schroteboden als Lagerfläche. In der Schrotemühle finden wir die beiden Schrotegänge mit Mühlsteinen vor.